Die Sprache des Meeres

Die Sprache des Meeres, sagt Markus Wahle.
Die Sprache der Natur, spricht in ewigen Büchern zu uns.
Alte Kunstbücher, bearbeitet, werden selbst zur Kunst.
Welche Metamorphose!
Bilder zum Lesen. Bilderbücher.
Welche Wahrheit und Naturnähe in alten Blättern.
Und das durch Steine!

Markus Wahle geht behutsam mit diesen Steinen um.
Es grenzt für ihn an Verletzung, diesen Stein auf einen Nagel
aufzusetzen, nur noch eine Seite sichtbar zu lassen.
Sein Prinzip besteht darin, die Natur so wenig wie möglich zu
verändern. Seinen Einfluss gering zu halten, sich mit der Natur
auseinanderzusetzen. Respekt zu haben!

So setzt er Serien aneinander.
Zum Beispiel ein Ypsilon-Bild.
Schauen Sie hin.
Es sind Steine, die nur diesen Buchstaben zeigen.
Die Buchstaben der Natur.
Keine menschliche Hand.

Markus Wahle sieht die Natur als Geschichtenerzähler.
Aber er ist der Meister, der das zum Augenschein bringt.
Er findet Treibholz, das zuerst von der Industrie verarbeitet,
dann weggeworfen, an das Land gespült, wiederentdeckt wird
zum Leben und zur Kunst wird.

Neben Steinbildern, entdeckt Markus Wahle die Malerei oder
anders herum: sie findet ihn wieder.
Von der Collage zur Malerei, bedeutet sie für ihn
eine Befreiung, eine Weiterentwicklung, eine Möglichkeit
emotionale Prozesse durch Kreativität zu verarbeiten.
Die Malerei ist hier Mittel zum Zweck. Der Steinfindet zufällig.
Er passt hinein. Er passt sehr gut hinein.
Sie müssen nur genau hinschauen.

Es ist etwas Grundsätzliches.
Es geht um einen Mann, der sagt: “Ohne Kunst geht nichts mehr.
In der Kunst habe ich die Freiheiten. Alles wird möglich.“
Es geht um einen Mann, dessen Steine und seine Bilder , die die
Sprache des Meeres und der Natur sprechen.
Es geht um Markus Wahle.